Die Differenz – Was ist gutes Webdesign?

In der heutigen Zeit zeichnet sich gutes Webdesign nicht allein durch die grafische Oberfläche von schlechtem Webdesign ab – ganz im Gegenteil, die Stärken und Schwächen liegen dahinter, im Unsichtbaren, im Fundament jedes Dokumentes – im Quelltext.

Schätzungsweise 90% der heutigen Angebote bauen auf minderwertigen Systemen auf, die der Logik widersprechen und Barrieren setzen, die unter Verwendung einfachster Methoden nichteinmal hätten entstehen müssen. Hierzu zählt vorallem die Nutzung sogenannter Style- oder Layouttabellen, welche in früherer Zeit eingesetzt wurden, um Texte und Grafiken an bestimmten Stellen der Website zu platzieren.

Diese Zeiten sind schon seit langem vorbei!

Tabellen dienen nur einem einzigen Zweck: dem tabellarischen Darstellen von Daten. Style-/Layouttabellen sind oft nicht linearisierbar, sie ordnen keine Daten zu. Liest man eine solche Tabelle wie jede andere auch, werden Inhalte zerstückelt. Kein Screenreader, keine Braillezeile ist in der Lage, einen solchen Missbrauch zu entschärfen und die Logik wiederherzustellen.

Viel zu oft wurden in damaligen Zeiten Layouttabellen verwendet

...und der Missbrauch haelt bis heute an!

Woraus er resultiert? Aus der Faulheit und Ignoranz einzelner Webmaster, denen es widerstrebt, sich fuer neue Technologien zu öffnen, denen es besser gefaellt, an seit Jahren veralteten Methoden festzuhalten, weil es für sie einfacher ist, aber fuer jeden Behinderten, der zB eine Braillezeile verwendet, eine gigantische Mauer aufbaut! Solche Mauern sind heutzutage, einer Zeit, in der auf die Trennung von Inhalt und Design mehr denn je Wert gelegt werden muss, einer Zeit, in der es fuer jeden möglich ist, diese zu verwirklichen, einfach unnütig geworden.

Menschen, die von diesen Fakten wissen und trotzdem nichts aendern, schliessen Behinderte konsequenz und absichtlich aus!

Ebenso verhält es sich mit Webseiten, dessen Inhalt eine bestimmte Auflösung oder Browser vorraussetzt. Nicht alle Medien können oder wollen diese Auflösung einhalten bzw entsprechen den Angaben – man hat sich damit abgefunden, egoistisch zu handeln ('du hast nicht meine Auflösung - du kommst hier nicht rein!') und Usern (überlegt mal – was habt ihr von einer Seite, auf der ihr eure User unfreundlich empfangt, ihnen etwas aufzwängt oder sie sogar ausschliesst? genau – weniger User und schlechtes Ansehen!) den Zutritt zu verwähren. Und warum? Weil der Webmaster zu inkompetent ist als dass er mit heutigen Technologien, in denen flexibles, selbst anpassendes Layout Gang-Und-Gebe ist, sein Angebot für jeden zugänglich macht.

Man kann niemandem Aufloesung oder Technologie aufzwaengen

wer was von der Sache versteht, braucht dies auch nicht!

Allem voran steht immer ein logisches, semantisches Markup. Jeder Inhalt hat sein entsprechendes, logisches Element, keines von ihnen muss heute mehr missbraucht werden, nur um gewisse designtechnische Aspekte zu erfüllen. Seit Jahren steht allen Menschen dieser Welt ein mächtiges Mittel zur Umsetzung ihrer Designs zur Verfuegung: CSS.

Design und Logik stehen nicht mehr im Gegensatz - durch Trennung arbeiten sie besser zusammen als jemals zuvor!

Glücklicherweise gibt es unter der Überzahl schwarzer Schafe auch eine vielzahl derer, die sich fuer die behindertengerechte Gestaltung, die für staatliche Institutionen im übrigen Gesetz ist, der Internetangebote einsetzen. Aber nicht nur diese, sondern auch viele Andere steigen um und erkennen die Vorteile dieser Trennung. Hierbei kann nicht nur Zeit, sodern auch vorallem Geld gespart werden. Anpassungen sind nicht mehr auf das gesamte Dokument anzuwenden, sondern zentral bearbeitbar. Kein langes suchen, keine lange Wiederaufnahme bei Übergabe des Projektes. Die Wartung wird beschleunigt, neue Designs sind durch wenige Handgriffe einsetzbar.

Design ist zweitrangig! Logik steht im Vordergrund.

Alles, was einmal logisch ausgezeichnet wurde, ist in kürzester Zeit geändert, ohne die Struktur anzutasten – allein das Aussehen ändert sich, der Inhalt behält seinen Wert. Zudem muss darauf geachtet werden, dass Technologien ausserhalb des Standards, niemals Vorraussetzung sein dürfen. Hierfür gibt es häufig Negativbeispiele in Sachen JavaScript. Ein grossteil der Ausgabegeräte kann mit solchen Scripten einfach nichts anfangen, was beim Einsatz in Menüs zum kompletten Zusammenbruch und der Unbrauchbarmachung der Seite führen kann!