Was bemängelt der Validator?
Wenn man seine Seite einmal durch den Validator gejagt hat, wird man entweder feststellen, dass man keine Fehler gemacht hat, oder man bekommt eine entsprechend lange Liste vorgesetzt. Hierbei empfiehlt sich, „Show Source“ bzw. „Quellcode anzeigen“ zu aktivieren – so wird unter dem Ergebnis der Qeulltext ihrer Seite angezeigt und jede Fehlermeldung erhält einen Link, der direkt zur entsprechenden Stelle im Quelltext führt.
Häufige Fehler
Es gibt eine Reihe häufiger Fehler die bei der Erstellung einer Internetpräsenz auftreten – hierbei gilt es sämtliche zu bereinigen. Unter der jeweiligen Fehlermeldung erscheint ein Text, der eine halbwegs konkrete Angabe über die Art der Fehlermeldung gibt. In diesem Abschnitt möchte ich ein paar herrausgreifen und näher erläutern.
„Fatal Error: No DOCTYPE specified“
Der Doctype zeichnet die Art, in unserem Fall die Version, des Dokumentes aus. Sie wird als DTD (DocType Declaration) hinterlegt und ist fester Bestandteil einer Seite, ohne den sie nicht auf Gültigkeit überprüft werden kann. Daher wird sie ganz am Anfang der Seite, noch vor jedem anderen Element (vom XML-Prolog, auf den hier nicht näher eingegangen wird, abgesehen) notiert. Hierfür eignet sich zB xHTML1.0-strict aufgrund seiner bestehenden Kompatibilität zu älteren Browsern. Hier ist immer die strict-Variante vorzuziehen, da diese eine einigermassen gute Angleichung der unterschiedlichen Interpretation von CSS einzelner Browser garantiert – insbesondere der IE lässt sich erst hier zu so mancher Interpretation bewegen. Bei der Umstellung von HTML4.x auf xHTML sind ein paar technische Neuerungen zu beachten – Diese werden jedoch vom Validator angezeigt und sind in der Regel leicht zu beheben. Zum Beispiel wird dem <img>-Tag ein Slash angehängt – <img />. Ein xHTML1.0-strict Doctype sieht folgendermassen aus:
<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD XHTML 1.0 Strict//EN" "http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-strict.dtd">
Dieser kann einfach am Anfang Ihres bestehenden Dokumentes eingebunden werden.
„No encoding declaration was found“
Die Information zum Zeichensatz ist eine ebenso grundlegende Auszeichnung. Sie gibt an, welchen Zeichenvorrat ein Dokument benutzt und damit auch, gegen welchen Zeichensatz das Dokument validiert werden soll. Hierfür ist es wichtig, dass alle nicht dem Zeichensatz entsprechenden Zeichen durch ihr „Entities“ maskiert werden. Wenn ISO-8859-1 verwendet wird, müssen zB ä, ö, und ü nicht maskiert werden – wie man sieht, sobald man sich den Quelltext dieses Dokumentes ansieht. Welche Entities auf jeden Fall maskiert werden müssen, sind jene, die von HTML selbst benutzt werden – <, > und &. Wie man sie ersetzt, wodurch und was es noch für Entities gibt, können sie in der Zeichenreferenz von SelfHTML nachlesen.
„required attribute "ALT" not specified“
Das ALT-Attribut ist eines der für jedes Bild, neben der Quellenagabe, wichtigstens Attribute, denn es stellt ein Textäquivalent dar. Dieser Text wird angezeigt, wenn das Bild entweder nicht vorhanden ist, oder der Browser keine Bilder akzeptiert – was nicht nur bei 56k-Modems der Fall sein kann, sondern ein natürliches Verhalten von Textbrowsern, Vorlesebrowsern, den sogenannten „Screenreadern“, und Braillezeilen darstellt. Daher muss jedes Bild ein solches Attribut beinhalten. Hierbei ist zu beachten, dass bei rein für designtechnische Zwecke verwendeten Grafiken das alt-Attribut leer sein sollte, da diese Bilder keinen Inhalt darstellen. Alle anderen sollten als alt-Attribut eine Um- oder Beschreibung des Bildes enthalten. Was passiert, wenn ein Textbrowser auf Bilder ohne alt-Attribute stösst, kann man in folgendem Beispiel erkennen:
index_seite [linie.jpg] [layer_rechts.jpg] [ueber_uns_rand.jpg] [kontakt_rand.jpg] [team_rand.jpg] [vorstand_rand.jpg] [aufsichtsrat_rand.jpg] [USEMAP:navi_top.jpg] [wohnungen_rand.jpg] [service_rand.jpg] [links_rand.jpg] [downloads_rand.jpg] [impressum_rand.jpg] [Schnellnavigation...................................]
Und zu guter letzt: Das alt-Attribut stellt keinen Tooltip dar – dies ist ein Fehler, den allein der Internet Explorer macht, alle anderen werden den Inhalt des Attributes nicht anzeigen. Für den Tooltip ist allein das title-Attribut zuständig. Dies funktioniert unter jedem Browser und im übrigen auch mit jedem anderen Element.
„there is no attribute "HEIGHT"“
Auf diese Mittellung werden Sie öfter stosssen, wenn Sie Tabellen für das Layout Ihrer Seite verwendet haben. „There is no attribut...“ bedeutet so viel wie „Es gibt kein Attribut...“ für dieses Element. „height“ ist in der Tat kein gültiges Attribut für eine Tabelle – das gibt es hierfür schlichtweg nicht, auch wenn es bei anderen Elementen gültig ist. Für die einzelne Zelle einer Tabelle (<td>) jedoch darf es verwendet werden. Wenn sie es wirklich für <table> benötigen sollten, benutzen sie CSS:
table {
height:100%;
}
„required attribute "TYPE" not specified“
Ein kleiner Fehler, den der Browser meistens ausgleichen kann – aber darauf muss man sich ja nicht verlassen. Wenn sie einen <style>-Bereich in Ihrem Dokument haben, benötigt dieser eine Typenbezeichnung:
<style type="text/css">[ihre Definitionen]</style>
„there is no attribute "TOPMARGIN"“
Und wieder ein Attribut, dass es so im Standard nicht gibt und das durch simples CSS ersetzt werden kann. Wollen sie zum Beispiel, dass die Inhalte ihrer Seite genau in der oberen, linken Ecke des Fensters liegen, benutzen sie folgenden Code:
<style type="text/css">html, body { margin:0; padding:0; }</style>
Dieser setzt sowohl die Aussen- als auch die Innenabsände des <html>- und <body>-Tags auf Null. Damit sollten keine Abstände zu anderen Elementen mehr vorhanden sein.